Direkt zum Hauptbereich

10 Dinge, die ich hinzugewonnen habe, seit ich ein Kind habe

 Disclaimer: hier wird es emotional!

10 Dinge, die ich hinzugewonnen habe, seit ich ein Kind habe:

  1.  Ein Mini-me, das aussieht wie ich, meine Redewendungen nutzt, tanzt wie ich, lacht wie ich, mir einfach sehr ähnlich ist.
  2. Ein unfassbar lustiges Kind. Sie hat Humor und macht richtige Witze. Das ist so süß! sie sagt z.B. ganz erschrocken: "Da is sie, die Spinne!" Ich: "Wo?" Sie (lacht): "weg!" Herzschmelz.
  3. Kuscheleinheiten. Jeden Tag. Lang und ausgiebig. L. ist eine richtige Kuschlerin.
  4. Achtsamkeit für die kleinen Dinge. Einem Käfer auf dem Grashalm zusehen, Spatzen beim Baden beobachten, in Pfützen hüpfen oder die Fühler der Weinbergschnecke genau analysieren. Das verlangsamt und erdet mich. Das finde ich schön.
  5. Lachen über Nonsens. Z.B. über Wörter wie "Ringelpiez!" oder "chill halt mal!" Ich liebe dieses glucksende, kleine Lachen von L.
  6. Toben, Kullern, Kitzeln, Jagen, einfach spielen wie die Kinder. Das macht so Spaß! Wenn man aufhört, sich selbst so unfassbar ernst zu nehmen, kann man sich richtig darauf einlassen.
  7. Ähnlichkeiten entdecken. L.s Charakterzüge lassen sich oftmals ziemlich genau zuordnen, dramatisch wie die Mama, stur wie der Papa. Auch bei L.s kulinarischen Vorlieben kann man ganz genau festmachen, was von wem kommt.
  8. Ein kleines, fleißiges Helferlein. Das brave Kind hilft selbstverständlich im Haushalt mit. Sie mag das! Sie räumt die Spülmaschine aus, hilft beim Tisch decken, hängt die Wäsche mit auf und putzt sogar die Fenster! So süß!
  9. Liebe. Ich spare jetzt mal die unglaublich kitschigen Details über die riesengroße Liebe zwischen Mutter und Kind aus. Muss man erlebt haben ;)
  10. Das Gefühl, angekommen zu sein. Klingt jetzt irgendwie abgeschmackt, aber ich vermisse mein "altes" Leben eigentlich nicht so wirklich. Das Gefühl, wenn ich an früher zurückdenke, ist eher so been there, done that. Ich kann echt sagen, ich war noch nie so glücklich, ungelogen. Also Kinder bekommen - kann ich eindeutig weiterempfehlen ;)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Freudlosen, Hobbylosen und Hirnlosen

Ich bemerke erstaunt, dass ich mich immer mehr zum Serdar Somuncu der Muddi-blogs entwickle. Man könnte sagen, the rage is too damn high. Es gibt so viele Sachen, die mich aufregen, ein Wunder, dass ich noch keinen Bluthochdruck habe. Eine neue Episode aus meinem Leben hört sich an wie ein Witz: Treffen ein Arzt, ein Anwalt und eine Mutter aufeinander. Leider folgt dann kein Witz, sondern eine Episode, die vor Sinnlosigkeit trieft. Aber von vorne. Wie erwähnt, habe ich keine normalen Nachbarn, sondern wohne in einem Haus ganz oben, in dem ansonsten nur Praxen sind. Unten ein Physio, in der Mitte ein Anwalt, oben ein Arzt. Dann ich. Die nachbarschaftlichen Beziehungen waren geprägt von freundlichem Nicken und Grüßen. Alles gut, keine Probleme. Doch eines Tages geschah etwas, das das sensible Konstrukt der Nachbarschaftsbeziehungen ins Wanken brachte. Ein Stein des Anstoßes, der das Fass derartig schnell zum Überlaufen brachte, dass es eine Springflut gab. Ein unerhörtes Ereignis, das ...

Mom-me oder ich war mal ganz anders

Ich war mal ganz anders. I used to be cool. Ich war mal on top of my game. Ganz oben. Mein Fashion-game, mein Beauty-game, mein Lifestyle-game, mein Brain-game usw. Doch diese Tage sind vorbei. Lange ist es her, dass ich Absätze trug. Oder gar einen Minirock. Es gab eine Zeit, in der die örtlichen Nachtlokalitäten bis zu 3 Mal wöchentlich einen Besuch meiner Wenigkeit abgestattet bekamen. Mit 4 Wodka-Bull intus und 10 cm Stiletto, mit Miniröcken und Feinstrumpfhosen, mit Locken im Haar, katzenäugigem Eyeliner, Schmuck an jeder Extremität und Zigarettenschachteln im Ausschnitt. Doch heute ist alles anders. Vor kurzem trug ich einen schlichten Ankleboot mit 4 cm Blockabsatz in der Schule. Meine Füße schrien nach Erlösung nach 5 Stunden Unterricht. Ich muss in meinem Unterricht nämlich durchgehend STEHEN, da die Schüler es als eindeutiges Signal zur völligen Eskalation verstehen, wenn ich mich setze. Ein Mal Absatz in der Schule und nie wieder. An meine zarten Füßchen kommen nur noch ...

Auf zu neuen Ufern!

Status-update: ich bin zurück in der Arbeitswelt. Also zumindest auf dem Papier und die erste Besoldung kam auch schon. Nachdem ich die letzten Tage quasi im Lazarett verbracht habe, (die Sommergrippe hatte uns alle drei fest im Griff) kann ich nun positiv in die nähere Zukunft blicken: ich wurde einer Seminar- und einer Einsatzschule zugeteilt, die beide zentral in der Innenstadt liegen, was bedeutet, dass die Anfahrt dort hin nicht mehr als 25 Minuten betragen wird. Im schlechtesten Falle, morgens, mit viel Berufsverkehr. Das ist zu verkraften. Zu meiner ersten Seminarschule  musste ich 45 Minuten Fahrtzeit Minimum einplanen, meine damalige Einsatzschule war ca. 80 Minuten entfernt, also unpendelbar. Damals musste ich eine Zweitwohnung unterhalten, schwanger, im Winter, in der Fremde. Das war keine schöne Zeit... Puh, bin ich froh! Ich freue mich, dass auf meine familiäre Situation Rücksicht genommen wurde und hoffe, dass sich diese Gutmütigkeit auch in der Erstellung der Stunde...